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Integration von Menschen mit Behinderung, Frühförderung, Werkstattarbeit, Betreutes Wohnen: In der russischen Stadt Pskow wächst und gedeiht ein anderes Leben in Vielfalt. Die neuen Wege, in Russland einzigartig, gelingen auch dank Hilfe aus dem Rheinland. Eine Multimediastory

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Heilpädagogisches Zentrum (HPZ). Pskow. Russland. Montagmorgen. Malen steht auf dem Stundenplan.

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Lehrerin Alexandra Michaelowa unterrichtet zwei Mädchen und einen Jungen. Der Junge hat eine Helferin zur Seite.

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Die Kinder, die das HPZ besuchen, sind geistig bzw. schwerstmehrfach behindert. Der Unterricht findet in kleinen Gruppen statt.

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Das sind Nargis (l.), sie ist 10, und Varja, 8.

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Artjom heißt der Junge. Er ist 7.

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Ortswechsel: Artjom Gavrilow zu Hause mit Papa Dima, Schwester Elena, Mama Lera  und einer der beiden Katzen der Familie.
Alles super? Nun, die Familie lebt im Moment nur von einem Gehalt, Dima Gavrilow arbeitet als Konditor. Einraumwohung. Vierte Etage. Dima trägt seinen Sohn Tag für Tag die Treppe runter und rauf. 

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Mutter Lera erzählt, dass Artjom das HPZ seit einem Jahr besucht. Er geht sehr gern dorthin und hat schon viel gelernt: Er spricht mehr, und er kann jetzt Farben unterscheiden.
Vater Dima hakt nach: Gefällt es Dir dort? Ja, bestätigt Artjom.

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Zurück in der Malstunde, siehe Stundenplan.

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Artjom hat eine Spastische Tetraplegie, das schränkt ihn ein, klar. Das HPZ nennt er Schule, und so ist es, er lernt dort fürs Leben. Der orangene Bus ist Teil einer Reihe zum Thema Mobilität. Es gibt ein Spiel, da werden die Stühle in Reihen aufgestellt wie im Bus. Was muss man im Bus tun? Gurt anlegen. Ruhig sitzen. Niemanden schubsen. Wenn der Bus am Ziel ankommt: Aufstehen. Aussteigen. Nach den Eltern Ausschau halten, die ihr Kind erwarten. Die Kinder lernen spielerisch auch schon, was gilt, wenn sie eines Tages groß sind: Nimmt man einen Linienbus, muss man auch bezahlen.

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Die Türme der Dreifaltigkeitskathedrale von Pskow sind eine weithin sichtbare Zierde der Stadt. Sie liegt ganz im Westen Russlands. Gut 200.000 Menschen leben in Pskow.

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Es gibt noch eine Lenin-Skulptur, aber mittlerweile auch schon viel Reklame und viele Geschäfte.

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In der Behindertenarbeit ist das relativ kleine Pskow russlandweit Spitze. HPZ-Direktor Andrej Zarjow schreibt an den neuen Standards für die Russische Föderation mit.

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Angefangen hat alles mit dem HPZ. Vor nunmehr
25 Jahren. Heute besuchen sechzig Schülerinnen und Schüler diese Förderschule für Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen.

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25 Jahre - das muss gefeiert werden. Bühne frei!

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Gemeinsam auf der Bühne: Beverly Daley, Rur-Rock und die russische Formation Professor Jazz

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Jazzsängerin Beverly Daley ist nicht als einzige aus Wassenberg nach Pskow gereist. Rur-Rock, die Band der Rurtalschule im Kreis Heinsberg, ist auch nicht zufällig da. Denn: Das HPZ ist mit vielfältiger Unterstützung aus dem Rheinland entstanden und gewachsen.

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Klaus Eberl, Theologe aus Wassenberg, seit vielen Jahren Ehrenbürger Pskows, ist der Vater der dortigen Behindertenarbeit. Die Evangelische Kirchengemeinde Wassenberg ist bis heute Trägerin des HPZ. Die Rurtal-Schule mit ihrem ehemaligen Schulleiter Bernd Schleberger (r.) ist kongenialer Partner des Projekts.

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Am Anfang des Engagements stand das Thema Versöhnung. 1991, genau 50 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht, ergriff die Evangelische Kirche im Rheinland die Initiative zur Versöhnung mit der damaligen Sowjetunion. Und dem Wort sollten auch Taten folgen.

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Schritt für Schritt gehts weiter. Kids des HPZ und ihre Geschwister lieben das Klettergerüst. Nicht nur an diesem Festtag.

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Die Erwachsenen feiern das  Erreichte. In immer weniger Regionen Russlands werden noch Menschen mit Behinderung in sogenannten Internaten weggesperrt, nicht gefördert. Das ist auch ein Verdienst des HPZ.

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In Pskow wachsen die betroffenen Kids in ihren Familien auf. Wie Kirill Semenov (8). Wenn er nachmittags um drei Schulschluss hat, kommt er nach Hause, zu seinen Eltern Olga und  Roman und seinem Bruder Gleb. Zerebralparese hin oder her. Ihr Junge geht gern ins HPZ. Schon allein, weil er gern mit den anderen Kindern zusammen ist, erzählt seine Mama. Und er liebt die Busfahrt: "Schon wenn er den Bus kommen sieht, ruft er vor Freude."

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Auch Vadim (11, links) mag seine Schule. Beim HPZ-Jubiläumsfest steht er mit Gästen aus Deutschland und Mitschülern auf der Bühne.

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Mit seinem Papa ist er auch zur Eröffnung der Straßenbilder-Ausstellung in einer Pskower Fußgängerzone gekommen. Schließlich hat Vadim zusammen mit zwei Mitschülern eines der Bilder beigesteuert.

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Aktionen wie die Straßenbilderausstellung gehören zum Konzept: rausgehen, mit der Behindertenarbeit in der Stadt Präsenz zeigen.

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Dazu gehört das dreitägige Festival "Die andere Kunst", bei dem zum Beispiel im Puschkin-Theater der Vorhang aufgeht für ein Ensemble aus Moskau. Auf der Bühne spielen u. a. ein Rollifahrer, Gehörlose und ein Blinder. 

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Teil des Festivals "Die andere Kunst" ist auch eine Theateraufführung beim HPZ-Jubiläumsfest.

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Auch die Eltern der HPZ-Kids bereichern das Bühnen-Programm.

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Natürlich sind auch die Gavrilovs dabei, Artjoms Eltern und Schwester Elena.

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Rund um das HPZ gibt es in Pskow zahlreiche weitere Einrichtungen, etliche auch aus dem Rheinland unterstützt. Das Netzwerk ist unter dem Dach der "Initiative Pskow" geknüpft.

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Mit dem orangefarbenen Schulbus dürfen ausnahmsweise mal die Geburtstagsgäste aus dem Rheinland fahren - um die verschiedenen sozialen Einrichtungen zu besuchen.

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"Limpopo", wie der Fluß in Afrika im Kinderbuch, so heißt die Frühfördereinrichtung für Kinder mit Behinderungen. Untersuchungen und erste Therapien finden hier statt.

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Torte muss sein: 15 Jahre besteht das Limpopo nunmehr.

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Die kleinen Patienten und ihre Geschwister verwandeln das Limpopo ausnahmsweise in einen großen Spielplatz. Kerzendrehen gibts.

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Und Wurfspiele in dem Becken, das sonst Therapiezwecken dient.

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Doch was wird aus unseren Kindern, wenn sie eines Tages groß sind, fragten sich Eltern im Laufe der Zeit. So entstand die Werkstatt für Behinderte. Dort werden u. a. Calla gezogen.

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Berühmt ist die Werkstatt für ihre "Engel aus Pskow", die hier gefertigt werden. Sie sehen sowohl wie ein Kreuz, als auch wie ein Engel aus.

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Die Werkstatt zielt mit verschiedenen Aufträgen auf Einnahmen.

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130 Menschen arbeiten in der Werkstatt. Ihre Arbeitsplätze sind die Schreinerei, die Treibhäuser, eine Wäscherei und eine Näherei.

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Die Mitarbeitenden der Werkstatt sind verschieden in ihren Fähigkeiten.

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Manche fahren tagtäglich selbstständig mit dem Bus zur Arbeit und zurück. Genau, nicht mit dem Schulbus, sondern einem ganz normalen Linienbus.

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Zu den jüngsten Projekten gehört das Betreute Wohnen. So geht Inklusion: leben wie alle, mitten in einem Wohnviertel. Die Mitbewohner selbst aussuchen. Vielleicht sogar selbst einkaufen. Selbst kochen.

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Neben der Behindertenarbeit ist aus der Versöhnungsinitiative von einst auch noch ein ganz anderes Engagement erwachsen: Das Hospiz - auch dies besteht jetzt 25 Jahre - hat einen Freundeskreis im Kirchenkreis Koblenz.

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Auch dieses Jubiläum wurde gefeiert - mit einer kurzweiligen Revue, die mit Ballett begann.

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Unterhaltsame Showeinlage? Ja! Aber der Hund wird auch im Hospiz eingesetzt - als Therapiehund für Menschen auf ihrem letzten Stück Lebensweg. Und auch im HPZ tut er treue therapeutische Dienste.

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In ihrem Haus geht es um geborgenes Sterben, macht die Ärztliche Direktorin Tatjana Wassiljeva beim Besuch der Gäste aus dem Rheinland im Hospiz deutlich. Ihr Credo: "Das Ende des Lebens ist nicht weniger wichtig als das Leben selbst."

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Danke der Delegation aus dem Rheinland, hier (die meisten) im Garten des Hospizes, vor allem aus der Kirchengemeinde Wassenberg, vom Koblenzer Freundeskreises Hospiz, aus dem Kirchenkreis Lennep, der das Limpopo fördert, der Rurtal-Schule und der Initiative Pskow.

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Eine ekir.de-Multimediastory von Anna Neumann
Videotrailer zu dieser Multimediastory
Mai 2018
Impressum

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Übersicht

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Kapitel 1

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Kapitel 2 1. Kapitel: Die Geschichte vom orangenen Bus

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Kapitel 3 2. Kapitel: Der Ort - Pskow in Russland

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Kapitel 4 3. Kapitel: HPZ - Jubiläumsfeier und wie alles anfing

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Kapitel 5 4. Kapitel: Das Netzwerk

Ekir2018pskow hpz jubilaeum theater3151schlittschuhe

Ekir2018pskow3408oranger bus

Ekir2018pskow3513besuch im orangen bus

Ekir2018pskow limpopo3479doktor aibolit
Kapitel 6 5. Kapitel: Links, Dank & Redaktion

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